CHRONIK

Auferstanden aus Ruinen - Auch nach dem großen Mühlensterben entlang der fränkischen Saale bestand die Neumühle in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts als bäuerlicher Betrieb weiter. Alte Fotos zeigen, dass damals noch eine öffentliche, kopfsteingepflasterte Straße mitten durch das Mühlengelände führte. Doch nach dem zweiten Weltkrieg verfiel das Anwesen zusehends, bis es, wie anfangs erwähnt, in den siebziger Jahren aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und - wenn schon (kaufen müssen), denn schon (etwas daraus machen) - zunächst zu einem Feriendomizil für Angler und erholungssuchende Naturfreunde umgebaut wurde. 

Altes bewahren - In einem ersten Bauabschnitt 1974 bis 1979 rekonstruierte man nach historischem Vorbild die Teile der ursprünglichen Mühle - was sich in den noch heute gebräuchlichen Namen widerspiegelt, wie dem „Altenteil“ (Rezeption), der „Scheune“ (Restaurant) sowie „Kelter“, „Backhaus“, „Tenne“ und „Speicher“ (Hotelzimmer). Ziel war es, die alte Substanz der Gebäude weitgehend zu erhalten, Brunnen und Mühlrad zu erneuern, Wehr und Mühlschuss wiederherzustellen und den Komplex harmonisch in Einklang mit der Flusslandschaft zu bringen. Alte Handwerkskunst war gefragt, um alles in der traditionellen Fachwerkbauweise originalgetreu wieder auferstehen zu lassen. Alte Bauernmöbel aus dem 18. und 19. Jahrhundert wurden zusammengetragen, Bilder niederländischer und flämischer Maler schmückten schon damals Zimmer und Gasträume. 1980 schließlich wurden die ersten Gäste empfangen.

Sukzessive Erweiterung - Der rege Zuspruch und die Begeisterung der Besucher führten dazu, dass in einem zweiten Bauabschnitt (1980 - 1983) unter gewohnt sorgfältiger Wahrung des Ursprünglichen zusätzliche Gästezimmer, Schwimmbad, Ruheraum, Saunabereich und ein Tagungsraum für 30 Personen entstanden. Weitere gemalte und geschnitzte Kunstschätze ergänzten die mittlerweile beachtliche Sammlung und fanden allesamt einen passenden und ihrer würdigen Platz. 1999 folgte ein dritter, „kleiner“ Bauabschnitt, der die Erweiterung des Saunabereichs und die Erneuerung des Schwimmbades zum Hauptinhalt hatte. Die Moderne hielt endgültig Einzug, als im Jahr 2000 die Neumühle erstmals mit einer eigenen Website „online“ ging. Die offizielle Besiegelung des hohen Hotelstandards erfolgte 2001 in Form der Hotelklassifizierung durch den Hotel- und Gaststättenverband und die Verleihung von vier Sternen.

„Land unter“ - Schon öfter, genauer gesagt: immer dann, wenn von der hohen Rhön Schmelzwasser gemeldet wurde, war auch der Pegel der fränkischen Saale im Bereich der Neumühle angestiegen. Das Jahr 2003 ging allerdings in die Annalen ein, als am 3. Januar eine aus Bad Kissingen kommende Flutwelle der Neumühle ein „Jahrhunderthochwasser“ bescherte, so dass erstmals „Land unter“ gemeldet werden musste. Die große Liegewiese war komplett überflutet, das Dach des Mühlenrads nicht mehr zu sehen, und selbst im Mühlenhof stieg das Wasser so schnell, dass sein Stand an der großen Kastanie wie an einem Pegel abzulesen war. Nur mit Hilfe der Feuerwehr ließ sich der nassen Katastrophe Herr werden, und es dauerte auch nach dem Wiederablaufen des Wassers noch geraume Zeit, bis alle Schäden wieder behoben waren. 

Seit 2005 ein Romantik Hotel - Nur folgerichtig scheint es, dass beim letzten großen Erweiterungsbau (2005 -2007) weitreichende Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser von Anfang an Bestandteil der Planungen waren. Diese Planungen erfolgten unter der Leitung von Hans-Jürg Schultheiss, der 2004 als Geschäftsführer den zuvor in der Neumühle tätigen Hans-Dieter Berdon abgelöst hatte. Eine ebenfalls wichtige Veränderung stellte der 2005 erfolgte Beitritt des Hotels in die Kooperation der „Romantik Hotels“ dar.

Rund 800 qm Wellness - 2007 nun also noch einmal ein Neubau - obwohl man nach seiner Fertigstellung meinen konnte, die Mühle habe schon immer so ausgesehen. Fachwerkfassade, Sand- und Natursteinsteinmauern, Dachhöhe, Giebel - der neue Gebäudeteil fügte sich nach seiner Fertigstellung perfekt ins originale Ensemble ein und ergänzte dieses vortrefflich. Mit dem Erweiterungsbau vergrößerte sich das Raumangebot der Neumühle um rund 800 Quadratmeter, die fast ausschließlich dem Thema Wellness gewidmet wurden: lichtdurchflutete Räume mit viel Holz und Naturstein, ein edler Sauna- und ein großzügiger Behandlungsbereich, Ruhe- und Fitnessofferten, zwei Kaminsuiten und eine Spa Suite für entspannte Stunden zu zweit… Kein Wunder, dass  der Deutsche Wellness Verband dieses Refugium nach zweimaligem Basiszertifikat (2007 und 2009) 2011 mit dem Premium-Zertifikat und dem Prädikat „Sehr gut“ adelte.


Und neue Ideen lauern - Von der verfallenen Getreidemühle über das Anglerdomizil bis hin zum luxuriösen Landhotel mit höchsten Bewertungen in allen einschlägigen Hotelführern - fast könnte man meinen, der Weg der Neumühle sei nun erst einmal zu Ende, ein Status erreicht, der zu zufriedenem Innehalten einlädt und durchaus auch berechtigt. Doch wer weiß, welche Pläne noch in den Schubladen schlummern, welche guten Ideen darauf warten, verwirklicht zu werden. Verglichen zu den 500 Jahren des Bestehens der alten Getreidemühle ist das Romantik Hotel Neumühle ja noch vergleichsweise jung…

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